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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
224
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Sie sagen, nur aus Zeremonien besteht: so lassen Sie mirdie wenigen, die meine mehr hat als Ihre. Denn am Endeist doch alles, was nicht Gedanke ist, Zeremonie. Geb' ichEine ans, so weiß ich nicht, warum ich noch irgend eine be-wahre. Halten Sie ja, wie ich, vor meinem Vater Ihrescharfe Forderung des Abfalls geheim, ich weiß, wie es ihnkränken müßte. Ach lieber Jonathan, was könnt' ich nochsagen; jene Stille, die Sie oft rügen, ist nicht Laune nochKalte, sondern die Trauer über meine Ungleichheit gegen Ihrengroßen Werth. O Freund, ist dieser Anfang unsers Bundeswol der rechte? Mein Herz ist nur fest, aber wund."

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Er beschloß im ersten Feuer, das Schreiben ihr selber imKonzerte zuzustcllcu. Jetzt übrigens, da er ein wenig seineheutige schwelgerische Lage überschlug Diner MittagsKonzert Abends Sonntag den ganzen Tag: so könnt'er sich weiter nicht bergen, wie sehr er sich, gleich einemGroßen, schwindelnd auf dem Glücksrad umschwiuge, oder einewahre Nacht der Ergötzlichkeitcn dnrchträume, in der ein Stern-bild voll freudiger Strecken aufgeht, wenn ein anderes nieder-gcht, indeß arme Teufel nichts haben, als einen blau-dunkelnTag mit bcigesügtcr Sonne.

So macht' er sich denn Kops und Brust voll flöten-der Vulte, heiliger Aurikclnbräute, feinster ihnen zu über-gebender Briefe auf den Weg zum ersten Konzert in seinemLeben. Denn für die Leipziger Konzerte im Gcwandhansehatt' er nie den dazu gehörigen Eintritts- und Thorgroschenerschwingen können, bekanntlich 16 Groschen schwer Geld.