unter: — und doch gibt's Genies; —könnt' cs nicht eben somit den Sonntags-Kindern, sehn, die Augen und Verhältnissefür Geister haben? — Was Ihre Alltäglichkeit, die Sie ein-wenden, anlangt, so gilt diese auch sür jede positive Religion,die sich in die Alltäglichkeit ihrer ersten Apostel versteckt; allesGeistige schmiegt sich so scheinbar an das Natürliche an, wieunsere Freiheit an die Naturnothwendigkeit."
Glanz äußerte: er wünsche nun doch sehr zu erfahren,was die zweite Meinung sür sich habe.
Klothar versetzte: „zuerst die damaligen Zeugen sür dieErste. Um eine Frau zu verurtheilen, brauchte man statt derThatsachen nur Zeugenschlüsse; meistens aus drei ganzfremden Thatsachen, aus dem Alpdruck, dem Drachen-Einflugund einem schnellen Unglück, z. B. Tod des Viehs, der Kin-der rc., schlossen die Zeugen, und ihre Schlüsse waren ihreZeugnisse.
Zweitens lief der ganze Zauber-Erfolg auf ein Raupen-oder Schnecken- oder anderes Schadenpulver hinaus, das derBuhle, der Teufel, dem getäuschten Weibe nebst einem An-tritts- oder Werbe-Thalcr gab, den sie zu Hause oft als eineScherbe befand. Die Macht des Teufels gab ihr weder Reich-thum, noch einen Schutzbries gegen den Scheiterhaufen. Ichschließe aus allem, daß damals die Männer sich des Zauber-glaubcns bedienten, um unter der leichten Verkleidung einesteufelischen Buhlen die Weiber schnöde zu mißbrauchen; jadaß vielleicht irgend eine geheime Gesellschaft ihren Landtagunter die Hülle eines Hexen-Tanzes verbarg. Immer machtenMänner in den Hexen-Prozessen den Teufel gegen die Weiber,selten umgekehrt — Nur unbegreiflich bleibt's, daß die Weiber