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sie ihn." Glanz schüttelte leicht. „Ich weiß nicht, fuhr jenerfort, welche von zwei Meinungen Sie haben, aber da Sienur eine von beiden hegen können — entweder die, daß allesTrug des Zeitalters, oder die, daß etwas Wunderbares beider Sache ist: so müssen Sie in beiden Fällen irren."
Glanz schüttelte sehr, äußerte aber, er sei wie jeder Ver-nünftige der ersten Meinung.
Klothar versetzte: „die Wnndcrgeschichte der Hexen isteben so historisch bewiesen, als die der griechischen Orakel imHerodot; und diese ist's gerade so sehr als überhaupt alle Ge-schichte. Auch Herodot unterscheidet sehr die wahren von denbestochenen Orakeln. In jedem Falle war es eine große Zeit,wo noch Götter die Weltgeschichte lenkten, und darin mit-spielten, daher ist Herodot so poetisch wie Homer. — GemeineSeelen machen in der Hexen-Geschichte alles zum Werk derEinbildung. Wer aber viele Hcxenprozcsse gelesen, findet esunmöglich. Eine durch Völker und Zeiten reichende Einbil-dung fcstgehaltener, nüanzirter Thatsachcn ist so unmöglich alsdie Einbildung einer Nazion, daß sie einen Krieg oder Könighabe, der nicht ist. Will man die Einbildung als Kopie einersolchen allgemeinen Einbildung erklären, so hat man das Ur-bild vorher zu deduziren. Meist waren alte, dürftige, ein-fältige Frauen die Aktrizcn des Trauerspiels, mithin geradeam wenigsten fähig der Phantasie; auch malt die Phantasiemehr ins Große und Verschiedene zugleich. Hier findet mannur erbärmliche wiederholte Geschichten der Nachbarschaft —der Buhle, der Teufel, begleitet in gemeiner Kleidung die Frauzu Fuße auf irgend einen benachbarten Berg, wo sie Tanz,bekannte Spielleute, elendes Essen und Trinken, lauter Be-kannte aus dem Dorse antrifft, und nach dem Tanze mit dem