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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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ich versetzte ein Konsistorial-Sekretair konsentirt be-quem, da sic lutherischer Konfession ist, so gut wie der Bräu-tigam; aber der Vater" Wie so? fragte der Komö-diant.Tochter und Vater sind nämlich Katholiken" antwor-tete der Sckretair.Wird sie die Religion changiren?"fragte ein Offizier.Das weiß man eben nicht (sagte derSekretair); bleibt sie inzwischen bei ihrer, so sind sehr vieleDinge vorher auszumachen; und beide müssen durchaus zwei-mal kopulirt werden, einmal von einem lutherischen Geist-lichen, hernach von einem katholischen."-Ihr Konsistorien,sagte der Offizier, bleibt doch bei Gott ein ganzer wahrer dif-fiziler, nichts nütziger, langweiliger Schnickschnack, der michordentlich revoltirt; wie stecht Ihr ab gegen einen Fcldpre-diger!"

So beklommen als (nach der medizinischen Geschichte)Leute erwachen, die in ihrem Schlafzimmer einen Pomeranzen-baum hatten, der in der Nacht die Blüten austhat und siemit seinem Duft-Frühling überfiel: so stand Walt, mit dersüß-nagenden Geschichte am liebcwundcn Herzen, vom Tischeaus. Er wollte, er mußte die Brautleute sehen. Wina, dieer früher als der Graf wenigstens gehört, könnt' er ordent-lich bitten, ihn dem Bräutigam, und diesen, den er längst ge-sehen und gesucht, ihn der Braut vorzustellen. Sehr hatt'ihm an der Wirthstafel die Bemerkung gefallen, daß Winaeine Katholikin sei, weil er sich darunter immer eine Nonneund eine welsche Huldin zugleich vorstellte. Auch daß sie einePolin war, sah er für eine neue Schönheit an; nicht als hätt'er etwa irgend einem Volke den Blumenkranz der Schönheitzugesprochen, sondern weil er so oft in seinen Phantasien ge-dacht: Gott, wie köstlich muß es seyn, eine Polin zu lieben