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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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Ohne Umstände schied Lukas vom gerührten Sohne, umdie Kabclschen Erbstücke, den Garten und das Wäldchen vordem Thore und das verlorne Haus in der Hundsgasse solange zu besehen, bis der Rathsschreiber den letzten Willenmochte abgeschriebcn haben.

Gottwalt schöpfte wieder Frühlings-Athem, als er dieRathsstnbe wie ein enges dumpfiges Wintcrhans voll finstererBlumen aus Eis verlassen hatte; so vieles hatt' ihn be-drängt; er hatte der unreinen Mimik des Hunds- und Heiß-hungers gemeiner Welt-Herzen znschauen und sich verhaßtund verworren sehen müssen die Erbschaft hatte, wie einBerg, die bisher von der Ferne und der Phantasie verstecktenund gefüllten Gräben und Thäler jetzt in der Nähe aufgcdecktund sich selber weiter hinausgerückt der Bruder und derDoppelroman hatten unaufhörlich ihm in die enge Welt hin-ein die Zeichen einer unendlichen gegeben und ihn gelockt, wieden Gefangnen blühende Zweige und Schmetterlinge, die sichaußen vor seinen Gittern bewegen.

Der liebliche Jcsuiterrausch, den jeder den ganzen erstenTag in einer neuen großen Stadt im Kopfe hat, war in derRathsstube meistens verraucht. An der Wirthstasel, an derer sich einmicthete, kam unter der rauhen chelosen Zivil-Kaserne von Sachwaltern und Kanzellisten über seine Zunge,außer etwas weniges von einer geräucherten, nichts, keinwarmer Bruder-Laut, den er hätte aussprcchcn oder crwiedcrnkönnen. Den Bruder Vult wußt' er nicht zu finden; undam schönsten Tage blieb er daheim, damit ihm dieser nicht fehlginge. In der Einsamkeit setzte er ein kleines Inserat fürden Haslaucr Kriegs- und Friedens-Boten aus, worin er alsNotarius anzeigtc, wer und wo er sei; ferner einen kurzen