fahrnen reinen Gemüthe eben nicht vermehren könnten; ermerkte an sich — da man auf Reisen unverschämt ist — ersei fast zu Hause.
Walts Lebens-Roman hingegen wäre schnell in einenUniversitatsroman zusammen geschrumpft, den er zu Hauseauf dem Sessel spielte durch Lesen der Romane, und seine ^ctneriillitoruiii in den Gang cingelaufen, den er in den Hörsaalmachte und zurück in sein viertes Stockwerk — wenn nichtdas Van der Kabelsche Testament gewesen wäre; aber durchdieses hob sich der Notar mit seiner Geschichte.
Er wollte den Bruder mit den Notizen davon über-raschen; aber dieser versicherte, er wisse schon alles, sei gesternbeim Examen gewesen, und unter dem Zanke auf dem Pclz-apselbaum gesessen. —
Der Notar glühte schamroth, daß Vult seinen Zorn-KaSkatellen und seinen Versen zugehorcht; — „er sei wol,fragt' er verwirrt, schon mit dem H. van der Harnisch angc-kommen, der mit dem Kandidaten von ihm gesprochen." „Jawol, sagte Vnlt, denn ich bin jener Edelmann selber." Waltmußte fortstaunen und sortsragen, wer ihm denn den Adelgegeben. „Ich an Kaisersstatt, versetzte dieser, gleichsam soals augenblicklicher sächsischer Reichsvikarius des guten Kai-sers, cs ist freilich nur Vikariats-Adel." -— Walt schütteltemoralisch den Kopf. „Und nicht einmal der, sagte Vult, son-dern etwas ganz erlaubtes nach Wiarda*), welcher sagt, mankönne ohne Bedenken ein von entweder vor den Ort oderauch vor den Vater setzen, von welchem man komme; ichkonnte mich nach ihm eben so gut Herr von Elterlein um-
') Wiarda über deutsche Vor- und Gcschlechtsnamcn. S. 216 — 21 .