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goldctcn Vögeln, die wie Anrorens Flocken umher schwam-men, und weckten an einer düstcrn schlafenden Morgcnwolkedie lebendigen Blicke ausgehender Blitze auf. Vom Gewitterwandt' er sich wieder gegen das vielfarbige Sonnenland —ein Wehen von Osten trug die Töne — schwamm mit ihnenan die Sonne —- auf den blühenden Abcndwolkcn sang daskleine Echo, das liebliche Kind, die Spiele leise nach. — DieLieder der Lerchen flogen gaukelnd dazwischen und störtennichts. -
Jetzt brannte und zitterte in zartem Umriß eine Obstalleedurchsichtig und riesenhaft in der Abcndglut —- schwer undschlummernd schwamm die Sonne auf ihrem Meer — cs zogsic hinunter -— ihr goldncr Heiligenschein glühte fort im lee-ren Blau — und die Echotöne schwebten und starben auf demGlanz: da kehrte sich jetzt Vult, mit der Flöte am Munde,nach dem Bruder um, und sah es, wie er hinter ihm stand,von den Scharlachflügcln der Abcndröthe und der gerührtenEntzückung überdeckt, und mit blödem stillem Weinen imblauen Auge. — Die heilige Musik zeigt den Menschen eineVergangenheit und eine Zukunft, die sie nie erleben. Auchdem Flötenspieler quoll jetzt die Brust voll von ungestümerLiebe. Walt schrieb sic blos den Tönen zu, drückte aber wildund voll lauterer Liebe die schöpferische Haud. Vult sah ihnscharf an, wie fragend. „Auch an meinen Bruder denk' ich,sagte Walt; und wie sollt' ich mich jetzt nicht nach ihmsehnen?"
Nun warf Vult kopfschüttelnd die Flöte weg — ergriffihn — hielt ihn von sich, da er ihn umarmen wollte — sahihm brennend ins Gesicht und sagte: „Gottwalt, kennst dumich nicht mehr? Ich bin ja der Bruder." — „Du? O schö-