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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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dem Ohr zu fischen: so saß er lieber ab, und spannte sichseiner eigenen Vorspann vor, indem er sic durch den Flaschen-zug des Zügels wirklich hinauf wand. Oben blühte frischeNoth; hinter sich sah er eine lange katholische Wallfahrt nach-schleichcn, gerade vor sich unten im langen Dorfe die böseFuhr-Sieben trinken und tränken, die er cinholen mußte, ermochte wollen oder nicht.

Es grünte ihm auf der andern Seite Hoffnung, aberfruchtlos; er hatte Aussichten, durch des Kleppers ^IleZroINN non troppo den haltenden Fuhrleuten ziemlich vorzusprcn-gen; er ritt erheitert in starkem Schritt den Berg hinab, insDorf hinein; aber da kehrte das Filialpscrd ohne sonder-liches Disputiren ein, es kannte den Wirth, jeder Krug warseine Tochter-, jeder Gasthof seine Mntterkirche:gut, gut,sagte der Notar, anfangs war's ja selber mein Gedanke"und befahl unbestimmt einem Unbestimmten, dem Gaule etwaszu geben. Jetzt kam auch der flinke Grünhut nach. VultsHerz wallete auf vor Liebe, da er sah, wie der erhitzte schöneBruder von der schneeweißen Bogcnstirn den Hut lüftete, undwie im Morgcnwehcn seine Locken das zarte mit Rosenblutcdurchgosscnc kindliche Gesicht anflattcrtcn, und wie seine Au-gen so liebend und anspruchlos aus alle Menschen sanken, so-gar auf das Siebengestirn. Glcichwol konnte Vult den Spottüber das Pferd nicht lasten:der Gaul, sagt' er, mit seinenschwarzen Augen auf den Bruder blitzend und die Mähnestreichelnd, geht besser, als er aussicht; wie ein Muscnpserdschwang er sich über das Dorf."Ach das arme Thier!"sagte Walt mitleidig, und entwaffnetc Vulten.

Sämmtliche Passagiere tranken im Freien die Pil-grimme gingen singend durchs Dorf alle Thiere aus dem