^ 0 . 1. B l e i g l a n z.
Testament — das Weinhaus.
(§o lange Haslan eine Residenz ist, wußte man sich nichtzu erinnern, daß man darin auf etwas mit solcher Neugiergewartet hätte— die Geburt des Erbprinzen ausgenommen V-als aus die Eröffnung des Van der Kabelschen Testaments. —Van der Kabel konnte der Haslaucr Krösus — und sein Le-ben eine Münzbclustigung heißen oder eine Goldwäsche untereinem goldnen Regen oder wie sonst der Witz wollte. Siebennoch lebende weitlänstige Anverwandte von sieben verstorbenenweitläustigen Anverwandten Kabels machten sich zwar einigeHoffnung auf Plätze im Vcrmächtniß, weil der Krösus ihnengeschworen, ihrer da zu gedenken; aber die Hoffnungen blie-ben zu matt, weil man ihm nicht sonderlich trauen wollte, daer nicht nur so mürrisch-sittlich und uneigennützig überallwirthschaftete — in der Sittlichkeit aber waren die 7 Anver-wandten noch Anfänger — sondern auch immer so spöttischdarein griff und mit einem solchen Herzen voll Streiche undFallstricke, daß sich auf ihn nicht fußen ließ. Das fortstralendeLächeln um seine Schläfe und Wnlstlippen und die höhnischeFistelstimme schwächten den guten Eindruck, den sein edel ge-bautes Gesicht und ein Paar große Hände, aus denen jeden
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