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10 (1848) Titan : erster Band
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dir, die, so du genannt, geht mich nichts an und sie wirdes nie."

Aber, Albano, dn kennst sic ja nicht?" sagte Karl vielzu hart sortsragend; denn der edle Jüngling neben ihm warzu blöde und zu fest, dem Verwandten der Geliebten einemFremden viel leichter das Heiligthum seiner Wünsche aus-zuschließen.O martere du mich nicht! (antwortete er empfind-lich; aber er setzte sanfter hinzu) glaube mir doch das^erste-mal, mein guter Bruder!" Karl gab eben so selten nachwie er und sagte, obwol den Fragton verschluckend und rechtliebend, doch dieses:bei meiner Seligkeit, ich ihn' cs; undmit Freude ein Herz muß herrlich-gclicbt und göttlich-glücklich sehn, das ein solches entbehren kann." Ach weißdenn das Albano? Nur schweigend lehnt' er sich mit derFenerwange voll Rosen an Lianens Bruder, verschämt das Er-forschen scheuend; blos als die schwindenden Rufe des Flötcn-thals sich wie Seufzer in seiner Brust versammelten und ihnzu oft erinnerten, wie der Sonntagsmorgen schloß, wie Lianewich, und wie er ihr mit nassen dunkeln Blicken vom Altärenachsah: so brach sein Auge, obwol nicht sein Herz, und erweinte heftig, aber schweigend an seinem ersten Freunde.

Dann kehrten sic mit stummen Seelen nach Hause undschaneten sinnend den langen schwindenden Wegen der Zukunftnach; und als sic schieden, fühlten sic wohl, daß sie sich rechtvon Herzen liebten, nämlich recht schmerzlich.

Am Morgen darauf lag der fromme Vgtcr an einer Er-schütterung darnieder, die mehr selig als traurig war; denner sagte, er habe in der Nacht seinen Freund, den verstorbenenFürsten, weißgekleidet im Tartarus gehen sehen.

Ende des ersten Bandes.