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„dir, die, so du genannt, geht mich nichts an — und sie wird„es nie."
„Aber, Albano, dn kennst sic ja nicht?" sagte Karl vielzu hart sortsragend; denn der edle Jüngling neben ihm warzu blöde und zu fest, dem Verwandten der Geliebten — einemFremden viel leichter — das Heiligthum seiner Wünsche aus-zuschließen. „O martere du mich nicht! (antwortete er empfind-lich; aber er setzte sanfter hinzu) glaube mir doch das^erste-„mal, mein guter Bruder!" — Karl gab eben so selten nachwie er und sagte, obwol den Fragton verschluckend und rechtliebend, doch dieses: „bei meiner Seligkeit, ich ihn' cs; und„mit Freude — ein Herz muß herrlich-gclicbt und göttlich-glücklich sehn, das ein solches entbehren kann." Ach weißdenn das Albano? — Nur schweigend lehnt' er sich mit derFenerwange voll Rosen an Lianens Bruder, verschämt das Er-forschen scheuend; blos als die schwindenden Rufe des Flötcn-thals sich wie Seufzer in seiner Brust versammelten und ihnzu oft erinnerten, wie der Sonntagsmorgen schloß, wie Lianewich, und wie er ihr mit nassen dunkeln Blicken vom Altärenachsah: so brach sein Auge, obwol nicht sein Herz, und erweinte heftig, aber schweigend an seinem ersten Freunde. —
Dann kehrten sic mit stummen Seelen nach Hause undschaneten sinnend den langen schwindenden Wegen der Zukunftnach; und als sic schieden, fühlten sic wohl, daß sie sich rechtvon Herzen liebten, nämlich recht schmerzlich. — —
Am Morgen darauf lag der fromme Vgtcr an einer Er-schütterung darnieder, die mehr selig als traurig war; denner sagte, er habe in der Nacht seinen Freund, den verstorbenenFürsten, weißgekleidet im Tartarus gehen sehen. —
Ende des ersten Bandes.