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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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Einsiedler eine doppelte Jugend aus die gesunkne Brust? Ozahlet nicht in dieser frostigen Stunde des Gepränges dietreue Julienne alle Töne des Lcichengeläntcs an ihren Thrä-nen ab, diese arme durch Krankheit nur vom Zeremonie!, nichtvom Schmerze befreicte Tochter, die nun den vorletzten,vielleicht den letzten Verwandten verloren, da ihr Bruderkaum einer ist? Und wird Liane in ihrem Elysium nichtdas Nachspiel des Schmerzes crrathcn, das so nahe vor ihrhinter den hohen Bäumen im Tartarus gegeben wird? Undwenn sic etwas vermnthct, o wie wird sic nicht so innigtrauern?

Dieses alles hörte der edle Jüngling in seiner Seelean und er dürstete heiß nach der Freundschaft des Herzens; ihm war, als wehe ihre Berg- und Lebenslust aus derEwigkeit herab und treibe den Todtenstaub weg vom Lebens-stcigc, und er sehe droben den Genius die umgestürzte Fackelans den kalten Busen stellen, nicht um das unsterbliche LebenanSzulöschen, sondern um die unsterbliche Liebe anzuzündcn.

Er konnte nun nicht anders, sondern mußte ins Freiegehen und unter dem fliegenden Getöne des Frühlings undunter dem dumpf-zurückmurmelndcn Todtcnmarsche die fol-genden Worte an Liancns Bruder schreiben, womit er ihmjugendlich sagte: sei mein Freund!

An Karl.

Fremder! jetzt in der Stunde, wo uns im Todtenmcereund in den Thräncn die Siegessäulen und Thronen derMenschen und ihre Brückenpfeiler gebrochen erscheinen.