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47. Z y k e l.
In Albano sprach ein anderer Geist als in Schoppe, aberbeide begegneten fich bald. Dem Grafen machten die Nacht-gestalten ans Flor, die stillen Trauerfahnen, der Todtcnmarsch,der schleichende Krankengang, das Glockcngetöse die Todtcn-häuser der Erde weit aus, zumal da vor seine blühenden Au-gen zum crstenmale diese Todtenspiele kamen; aber lauter alsalles ries vor ihm etwas — das man kaum crrathcn wird —die Scheidungen des Lebens aus, der vom Leichentuche er-stickte Trommelschlag; eine gedämpfte Trommel war ihm einvon allen irdischen Katakomben gebrochener Wicderhall. Erhörte die stummen erwürgten Klagen unsrer Herzen; er sahhöhere Wesen oben herunter schauen auf das dreistündige wei-nerliche Lustspiel unscrs Lebens, worin das rothc Kind des er-sten Akts im fünften zum Jubelgreis' ermattet und dann erwachsenund gebückt vor dem hcrablauscnden Vorhänge verschwindet.
Wie wir im Frühlingc mehr an Tod, Herbst und Winterdenken als im Sommer, so malet sich auch der feurigste kräf-tigste Jüngling öfter und Heller in seiner Jahreszeit die dunkleentblätterte vor als der Mann in seiner nähern; denn in bei-den Frühlingcu schlagen sich die Flügel des Ideals weit aufund haben nur in einer Zukunft Raum. Aber vor den Jüng-ling tritt der Tod in blühender griechischer Gestalt, vor denmüden älter» Menschen in gothischer.
Mit komischem Humor fing Schoppe gewöhnlich anund endigte mit tragischem; so führte auch jetzt der leereTraucrkasten, die Flörc der Pferde, pjc Wappen-Schabrackenderselben, des Fürsten Verachtung des schwerfälligen deutschenZcrcmoniels und die ganze herzlose Mummerei, alles das führte