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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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(einen blinden ausgenommen) --und unter diesen meinen

Wundzcttcl erotischer Wundfieber (würd' ich am Schlüssemeiner Lüge sagen) setzt wol offenbar die Natur ihr Sckrets-Jnsicgcl."

Das thut sic nicht, sagt Hafenreffer nichts wie ver-dammte Lügen sind's; die Sache ist vielmehr so:

Zesara schlich kein zwcitesmal mehr in Froulay's Garten;eine stolze Schamröthe überflog ihn schon bei dem Gedankenan die peinliche, mit der er das erstemal einem mißtrauischenoder fragenden Auge anfgestoßcn wäre.

Aber auf diese Weise blieb ihm vor der Heilung die liebeSeele verhüllt wie ihr der Mai; und er quälte sich still mitBerechnungen ihrer Leiden und mit Zweifeln an ihrer Kur.Er schämte sich der Freude während ihrer Traucrzeit und ver-bot sich den Genuß des Frühlings und den Besuch von Lilar;ach er wußte ja auch, es würde durch den liebenden Frühlingund durch das Lilar, wo sie so viele Freuden und die letzteWunde empfangen, sein Herz zu unbändig werden und zu voll.

Sein Durst nach Wissen und Werth, sein Stolz, der ihmbei dein Vater und seinen beiden Freunden in einem rühm-lichen Lichte zu stehen gebot, trieben ihn in seine Laufbahn hin-ein. Mit allem ihm eignen Feuer warf er sich über die Juris-prudenz und machte keinen andern Weg mehr als den zwischendem Hörsaale und dem Studirzimmer. Zu diesem Eifer zwangihn ein cigenthümlichcr Trieb nach Kompletirung; allesUnvollendete war ihm beinahe ein physischer Gräuel; ihnschmerzten defekte Sammlungen abgebrochene Monatsschrif-ten eingcschlafnc Prozesse Bibliotheken, weil er sic nieauslescn konnte Leute, die als Akzcssisten starben, oder inBau-Planen, oder ohne ein abgcründetcs Dcnksystcm, oderIea» Paul's ausgkw. WerN. X.