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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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lorcn bist, hast du nur cincu Laut dieser Seele vernommen

und daun kühle und opfere dich in den kalten Quellen zuihren Füßen." Wahrlich, er dürstete nach dem frischen

Bassin, worein die Foutaincn zurückspraugeu --Aber ach

vor dieser Sausten, vor dieser Gequälten und Frommen!Nein, sagte der gute Geist in ihm, verwunde sie nicht wie-dcr wie ihr Bruder o schone, schweige, ehre; daun liebstdu sic."

Hier trat er heraus in die erleuchtete Erde wie in einenHimmelssaal und nahm den offnen Sonucnweg, aber leise, Vör-den Foutaincn vorüber. Als er vor ihr vorbciging, brnch aufeinmal die Arkade aus Tropfen, die sie halb vergittert hatte,zusammen, und Liane stand wolkenlos wie eine reine Lunaohne Nebel-Hof im tiefen Himmelsblau; eine glänzende Lilie *)aus der zweiten Welt, die sich selber das Zeichen ist, daß sie

bald in diese fliehe.-O sein Herz voll Tugend empfand

erschüttert die Nähe der fremden; und mit allen Zeichen dertiefsten Verehrung ging er vor dem ruhigen Wesen vorüber,das sie nicht bemerken konnte.

Erst als ihm mit jedem Schritte ein Himmel entfallenwar, und er endlich keinen mehr hatte als den über sich: wurd'er ganz sanft und sreuete sich, daß er nicht kühner gewesen. Wie glänzt ihm jetzt die Erde, wie nähert sich ihm derSounenhimmcl, wie liebt sein Herz! O noch nach vielenJahren einst, wenn dieser glühende Rosengarten der Ent-zückung schon weit hinter deinem Rücken liegt, wie wird er

*) Sonst glaubte man, daß eine im Ehorstuhle liegende Lilie denTod dessen bedeute, dem er gehörte.