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10 (1848) Titan : erster Band
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ncr in die Hippokrene der Poesie- so macht' er aus seineminncrn Charivari unbewußt einen Klavicrauszug. Ich trans-ponire seine Unntaisie folgender Maßen in meine Phantasie.Auf den weichsten Molltöncn ging die Erblindung mit' ihrenlangen Schmerzen vorüber, und im Sprachgcwölbc derTonkunst hört' er alle leisen Seufzer Liancns laut. Dannführten ihn härtere Molltöue in den Tartarus an das Grabund Herz des alten freundlichen Mannes, der mit ihm einmalgebetet hatte, und da sank in der Geisterstunde leise wie einThau der Laut vom Himmel: Liane!- Mit einem Donner-schlagc des Entzückens fiel er in den lVI-asore-Ton und erfragte sich:diese fromme lichte Seele konnte das Schicksaldeinem nuvollkommncn Herzen versprechen?" Und da ersich antwortete, daß sie ihn vielleicht lieben werde, weil sicihn nicht sehen könne denn die erste Liebe ist nicht eitel

und da er sie von ihrem gigantischen Bruder führen sahund da er an die hohe Freundschaft dachte, die er ihm geben undabvcrlangcn wollte: so gingen seine Finger in einer erheben-den Kriegsmusik über die Tasten, und cs klangen die himm-lischen Stunden vor ihm, die er genießen werde, wenn seinezwei ewigen Träume lebendig aus der Nacht in den Tagherübcrgingen, und wenn Ein vcrschwistertcs Paar seinemso jungen Herzen zugleich den Freund und die Freundin gäbe.

Hier verklang leise sein inneres und sein äußeres Stür-men und die gleichschwcbendc Temperatur des In-struments wurde die des Spielers. . . .

Aber eine Seele wie seine wird leichter vom Schmerzebefriedigt als vom Glücke. Als wäre die Wirklichkeit da, sodrang er weiter: unbeschreiblich-hold und überirdisch saher Lianens Bild in ihrem Leidcnskelche zittern; denn die