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.arbeitend theilte, und da zweitens in nnsern Tagen Damcn-nhrcn und Fächer (wenn sie geschmackvoll sind) Gemälde tra-gen, gegen die Albano wieder Fächer nehmen würde. Diezwei Flammen des Zorns und der Scham überdeckten sein An-gesicht mit einem glühenden Wiedcrscheinc; aber sein unbehülf-licher Trotz kontrastirte gegen die Gewandtheit des Lektors,der mit seinem kalten eben so bestimmten als leichten ToneSelbstständigkeit bewahrte und Reinheit schützte. „Sic gefal-len mir alle nicht (sagt' er barsch); ich gäbe sie für ein ein-ziges Gewitter von Tcmpcsta weg." luiiZi lächelte über seinschülerhaftes Auge und Gefühl. Als sie in das zweite Bilder-Zimmer traten, hörte Albano die Prinzessin sortgehen. Daihm dieses Gemach mit noch mchrcrn zerrissenen Vorhängen desAllcrunheiligsten drohte: so nahm er scincnAbschied ohnesonderliche Zeremonie und ging ohne den Lektor zurück, derheute vorzulesen hatte.
Nie faßte Schoppe seine pulsierende Hand herzlicher an alsdicscsmal; der Anblick eines verschämten Jünglings ist fastholder (seltener zumal) als der einer verschämten Jungfrau,jener erscheint weiblich-sanfter, wie diese männlich-stärker durchdas zugemischte Zürnen der Tugend. Schoppe, der wie Pope,Swift, Boileau Heiligkeit des Geschlechts mit Zynismus derKleidung und Sprache zusammcnzwang, leerte die größten Zorn-schalen über jede Libertinage aus und fiel als eine satirischeBellona die besten freien Leute an; dasmal aber nahm er siemehr in Schutz und sagte: „die ganze Gattung liebt fremde„Schamröthe entschieden und bekämpfet sic lieber als Scham-losigkeit, so wie (und aus einerlei Gründen) Blinde die„Scharlachsarbe vorziehen. Man kann sie den Kröten ver-