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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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Wchmeicr und die Pflegcclteru ihm überall mit einer Kanzelund einem Kirchenstnhlc nachliefcn, bei jedem heftigen Un-willen oder Wunsche oder Jubel, den er zeigte mit schönerliberaler Freiheit Raum, sich breit und hoch zu entwickeln.Er ehrte am Jünglinge das St. Elms- oder Helenen-Feuer,wie am Greise das Eis; das Herz kräftiger Menschen, glaubt'er, müsse wie ein Porzcllangcfäß anfangs zu groß und zuweit gcdrchct sehn, im Brennofen der Welt laufen beide schongehörig ein. Eben so fordr' ich von einem Jünglinge erstIntoleranz, dann nach einigen Jahren Toleranz, jene als diesteinige saure harte Frucht eines kräftigen jungen Herzens,diese als das weiche Lager-Obst eines ältcrn Kopfes.

Aber indem der Baumeister mit ihm zeichnete, mit ihmAbgüsse der Antiken und Kunstwerke anschaucte: so machte eram schönsten vor diesen seine Liebe für das artistische Zei-chen der Wage am Menschen, der sein eignes Kunstwerksehn soll, und seine Abneigung vor jedem Paroxysmus offen-bar, der die äußere Schönheit in Falten bricht wie die innere,und seinen Wunsch, seine Gestalt und sein Herz nach der hohenStille auf den Antiken zu ordnen.

Der Baumeister bewahrte, wie oft der Künstler und osterder Schweizer, europäische Kultur und ländliche Naivctät undEiusackheit nebeneinander, seiner geliebten Baukunst gleich,worin mehr als in den andern Künsten Schönheit und messendeVernunft zusammengränzcn; er ließ daher zuerst Albano inden Hörsal der Philosophie, aber im Freien außen am Fensterstehend, hineinsehen und hincinhörcn. Er führte ihn nichtin den Steinbruch, vor die Kalkgrube und aus den Zimmer-platz der Metaphysik, sondern sogleich in das damit fer-tig gemachte schöne Bethaus, sonst die natürliche Theologie