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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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furchtsam-freudig dachte er daran, cs könne sein Vater seyn;aber er blieb kühn auf den Knieen. Endlich trat über denBlumenrand ein großer gebückter Greis herein, ähnlich dem edlenBischose von Spangenberg, das ruhige Angesicht lächelte vollewiger Liebe, und keine Schmerzen standen darauf und keineschien es zu fürchten. Der Alte drückte dem Jünglinge stummund erfreut die Hände zum Fortbctcn zusammen, kniete nebenihn hin, und jene Entzückung, zu welcher öfteres Beten ver-klärt, breitete den Heiligenschein über die Gestalt voll Jahre. Sonderbar war diese Vereinigung und dieses Schweigen.Die nur noch aus der Erde ragende Trümmer des Mondesbrannte düsterer, endlich sank sie ein; da stand der Alte aufund that mit der aus Gewohnheit der Andacht kommendenLeichtigkeit des Uebcrgangs Fragen über Albano's Namenund Ort; nach der Antwort sagt' er blos:bete unter-wegs zu Gott dem Allgütigcn, lieber Sohn, und geheschlafen, eh' das Gewitter kommt."-

Nie kann diese Stimme und Gestalt aus Albano's Her-zen Weggehen; die Seele des alten Mannes ragte, wie dieSonne bei der ringförmigen Finsterniß, über den dunkelnKörper, der sic mit seiner Moder-Erde überdecken wollte, mitdem ganzen Rande leuchtend hinaus. Tief bis an die Ncr-venanfänge getroffen, stand Albano auf, und die breitcrnBlitze zeigten ihm jetzt drunten neben dem Zaubcrgarten einenzweiten, düstern, verwickelten, schrecklichen, gleichsam den Tar-tarus des Elysiums. Er schied mit seltsamen gegeneinander-gehendcn Gefühlen die Zukunft und die Menschen darinschienen ihm unterwegs ganz nahe zu stehen und hinter demdurchsichtigen Vorhänge schon als Thcatcrlichter hin- und her-zulanfcn und er sehnte sich nach einer schweren That, als