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„wenn er erscheint. — O wo wohnest du, gute Liane? In„jenem weißen Tempel? — Oder in der Lande zwischen den„Nosenseldcrn? — Oder drüben im grünen arkadischen Häus-„chcn?" — Wenn die Liebe schon Schmerzen zu Freuden machtund den Schattenkegcl der Erde znm Stcrncnkegel aufrichtct,o wie wird sie erst die Entzückung bezaubern! — Albano warin diesem äußern und inncrn Glanze unvermögend, sich Lianenkrank zu denken; er dachte sich jetzt blos die selige Zukunftund knicetc sehnsüchtig und umfassend, an dem Altäre nieder —er blickte nach dem glänzenden Garten und malte es sich, wiecs wäre, wenn er einmal mit Ihr jede Insel dieses Edens be-träte — wenn die heilige Natur seine und ihre Hände auf die-sen Altarstufen ineinander legte — wenn er Ihr unterwegsdas Hespericn des Lebens, das Hirtenland der ersten Liebezeichnete und ihr frommes Jauchzen und ihr süßes Weinen,und wenn er sich dann nicht umsehcn könnte nach den Augendes weichsten Herzens, weil er schon wüßte, daß sie überfließcnvor Seligkeit. — Jetzt sah er im Mondscheine über dieTriumphbogen zwei beleuchtete Gestalten wie Geister gehen;aber seine brennende Seele fuhr im Malen fort, und er dachtecs sich, wie er vor ihr, wenn die Nachtigallen in diesem Edenschlagen, wahnsinnig-liebcnd sagen würde: „O Liane, ich trug„dich früh in meinem Herzen — einstmals droben aus jenem„Berge, als du krank warst."
Hier kam er erschrocken zu sich — er war ja auf demBerge — aber er hatte die Krankheit vergessen. — Nun legt'er kniccnd die Arme um den kalten Stein und betete für die,die er so liebte, und die gewiß auch hier gebetet; und ihmsank weinend und verdunkelt das Haupt auf den Altar. Erhörte nähere Menschenschritte unten am Schncckcnberge, und