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von dessen Schweigen jetzt der Wiener an 1001 Ursachen auf-gebracht hatte. Um Lilar, obwot nahe an Pestitz, hatte seinVater keine Sperrketten gezogen — Lianens Nachtlicht könnt'ihm vielleicht cntgegenschimmern, oder gar ihre Harmonikacntgegcntöncn — ja ihr Bruder konnte wol noch im Gartenhcrumgchcn — die Jnnius-Nacht war ohnehin hell und herr-lich -ach kurz, er ging.
Es war spät und still, weit außer dem schlafenden Dorfeohne Lichter könnt' er die Flötenstücke der Stubcnuhr imSchlosse noch aus dem Pestitzer Berge vernehmen. Es er-quickte ihn, daß sein Weg eine Strecke lang auf der Lindcn-städtcr Chaussee fortlief. Er drückte das Auge an die west-lichen Berge fest, wo die Sterne Ihr wie weiße Blüten zu-zufallen schienen. Oben auf der weiten Höhe, dem HerkulesScheidewege, lief der rechte Arm hinunter und wand sich demblühenden Lilar durch Haine und Auen zu.
Schreite nur sreudentrnnkcn voll junger lichter Bilderdurch die italiänische Nacht, die um dich schimmert und duf-tet, und die wie über Hesperien nicht weit vom warmen Mondeeinen vergoldeten Abendstcrn *) im blauen Westen aushängt,gleichsam über der Wohnung der geliebten Seele. Dir unddeinen jungen Augen werfen die Sterne nur Hoffnungen, nochkeine Erinnerungen herunter, du hast einen abgebrochenen star-ren Apselzweig voll rothcr Blütenknospen in der Hand, diewie Unglückliche zu blassen werden, wenn sic aufblühcu, aberdu machst noch nicht solche Anwendungen davon wie wir.
Jetzt stand er in einer Thalrinne vor Lilar glühend undbange, das aber ein sonderbarer runder Wald aus Lauben-
*) In Italien sehen die Sterne nicht silbern, sonder» golden aus.