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den Lüsten über ihm schmettern; er fand einen Freund, nichtin Blumcnbühl, nicht in der Lindcnstadt, an keinem Orte, son-dern in seiner Brust; aber diesen hieß er —- Roquairol.
Die Sache war diese: sür Leute, wie ich, ist das Land-leben der Honig, worin sie die Pille des Stadtlcbens cinneh-men; Faltcrle hingegen brachte das bittere Landleben nichtohne die Versilberung des Stadtlcbens hinunter; wöchentlichlief er dreimal nach Pestitz, entweder in die Logen der Lieb-habcrthcatcr als Dramaturg oder auf diese selber als Akteur.Nun nahm er jedesmal sein Rollenbüchlcin aufs Dorf hinausund stndirte da — im Vertrauen auf die Komödicuprobc —seine Rolle insularisch ohne die kollcgialischcn ein; so wie nochjeder Staatsdicncr seine ohne einen Blick in die mitspielcndenmemorirt; daher jeder von uns nur aus Einer Seclcnkraftbesteht und, wie in der russischen Jagdmusik, nur Einen Tonzu pfeifen weiß und seine Stärke ins Pansircn setzen muß. —In diesen von Faltcrle geliehenen Bruchstücken der Bühne gingnun Albano mit einem Entzücken herum, das jener bald höherzu treiben suchte durch den Tausch der ganzen dramatischenWcltglobcn gegen diese Kugelsektorcn.
Der Wiener hatt' ihm längst den selbstmörderischen Wild-fang Roquairol als ein Genie im Lernen — besonders sichals eines im Lehren — vorgclobt; jetzt führt' er den Beweisaus den großen Rollen, die der Wildfang immer gut spiele.Ucbrigens war es nicht seine Schuld, daß er den MinistersSohn nicht ungemein hernntersetzte, dem er nicht nur dietheatralischen Siege beneidete, sondern auch die erotischen. Dennder phantasicreicheRoquairol hatte mit demSelbstschusic des 13tenJahres das ganze weibliche Geschlecht salutirt und gewonnen undsich znm Opferpriester aus einem Opferthiere gemacht und znm