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10 (1848) Titan : erster Band
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sollt' cr's erdulden, daß ihn bei dem Ritter der Direktor ver-klagte und der Wiener verzeichnete?' Harte Thränen wur-den wie Funken ans der stolzen verletzten Seele geschlagen,und den Komctenkern seiner innern Welt zertricb die Glut ineinen schwülen Nebel. Kurz, er beschloß, in der Nacht nachPcstitz zu rennen vor seinen Vater zu stürzen, ihm alleszu melden und dann wieder nach Hanse zu gehen, ohne einWort davon zu sagen. Am Ende des Dorfs sand er eineneiligen Nachtbotcn, den er nach dem Pcstitzcr Wege befragte,und der fich wunderte über den kleinen Pilger ohne Hut.-

Man sehe mit mir vorher nach dem Neste der Tischgc-nossenschaft. Eben dieser Bote übcrbrachte dem Wiener eineböse Neuigkeit, die den so lange gelobten Ministers Sohn be-traf, der Roquairol hieß.

Die obengedachte Pupille des Ritters, die kleine Gräfinvon Romeiro, war sehr schön; Kalte hießen sie einen Engelund Warme eine Göttin. Roquairol hatte keine belgische Ve-nen, worin wie im Saturn alle Feuchtigkeiten als feste gc-srorne Körper liegen, sondern afrikanische Arterien, worin wieim Merkur geschmolzene Metalle umlaufen. Als die Gräfinbei seiner Schwester war, versucht' er, mit der Keckheit vor-nehmer Knaben, sein mit einem Geäder von Zündstricken ge-fülltes Herz als einen guten Brander ans ihres zuzutreibcn;aber sie stellte die Schwester als Fcucrmauer vor sich. ZumUnglück ging sic zufällig als Wcrthers Lotte gekleidet in dieheutige Rcdoute, und die Pracht ihrer despotischen Reize wurdevon lauter dunkel-glühenden Augen hinter Larven verschlungen,und nmblitzt; er nahm seine innere und äußere ab, drang amsie und forderte mit einiger Eile weil sic abzureiscn drohte, und mit einiger Zuversicht ans dem Liebhabertheatcr

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