106
gen mit den Gewittertropfen aus den heißen Augen. Lege dich.Unschuldiger, leise an des Vaters aufgeknöpfte Brust und lassedich von seiner Linken, indem er den Zaubcrkelch der Ehremit der Rechten Hält und sich aus ihm betrinkt, durchaus nichtwegstemmen! Die abtreibende Hand wird endlich nur schlaffund ohne Schwere auf deinen nassen Feucrwangen und war-men Augen voll Buße zu pulflrcn kommen — dann wird derAlte das Dekret noch langsamer wieder übcrlesen, fast um denersten Laut zu verschieben — dann wird er, wenn du unbe-schreiblich-ungestüm seine Hand in dein küssendes Angesichteindrückcst, sich stellen, als wach' er eben auf, und wird sal-peter-kalt sagen mit Schimmern der Augen: rufe die Mutter— und dann wird er, wenn du dein glühendes von Liebezuckendes Gesicht unter den herüb erg cfallnen Haaren gegenihn aushcbst und wenn diese sanft von deinen Kirschenwan-gcn zurückschlagen, seinem weglaufenden Lieblinge ziemlichlange nachschaucn und aus seinen Augen etwas wegstreifcn,damit er die Adresse des Diploms so überlaufen könne, wieer will. ....
Sag', Mbano, Hab' ich recht gerathen? >—
16. Z Y k c l.
Jede Ehrensäulc erhebt das Herz eines Mannes, den mandaraufstcllt, über den Brodem des Lebens, über die Hagel-wolken der Drangsale, über den Frostnebel der Verdrießlichkeitund über die brennbare Luft des — Zorns. Ich will dasZaubcrblatt einer günstigen Rezension einem knirschenden Währ-wolse Vorhalten: — sofort steht er als ein leckendes Lammmit quirlendem Schwänzchen vor mir; und könnte eine Frau