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10 (1848) Titan : erster Band
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säß' ich mit auf der Stange; seinem rührend-edlen Angesichtemit der fcingebogenen Nase wirft die westliche Aurora und dieScham den Purpur über, und die tiefe Sonne hangt sich küs-send an seine Wangen, gleichsam an die letzten und höchstenRosen der dunkeln Erde, und er muß die trotzig-blickcndcn Au-gen von der geliebten Sonne und von dem Tage, der nochauf ihr wohnt, und von den beiden Lindcnstädter Thurmknö-pfcn, die zu ihren Seiten glimmen, wegziehen und die kräftig-gezeichneten und scharf-winklichtcn Augenlicder, welche Dianmit den zu heroischen und durchgreifenden am Christus-Kindeder aussteigcnden Madonna von Raphael verglich, bange aufden schwülen Zank des tiefen Bodens Niederschlagen.

Gottlicb trieb mit aller Mühe den Wagenschlüssel nichtauf, denn er halt' ihn in der Tasche und in der Hand undwollt' ihn aus Schonung für den jungen Herrn, den die ganzeDienerschaft sosrcßlieb" hatte wie den Kegelplatz, nicht gernheränsgcben. Er votirte aus das Herholen des Schlossers,aber der Kutscher überstimmte ihn mit dem Rathc, lieber gleichvor die Werkstatt hinzusahren und schnauzte die Pferde an und fuhr den inhaftirtcn Kontroversprediger in seiner Kan-zel mit dem ausgepackten Ocsterleinschen Flügel im Trabe da-von. Das wenige, was der Bombardeur unter Gottliebs .Auf-sitzen noch ans dem Wagen werfen konnte, bestand darin, daßer ein Fenster cinstieß und aus der Schieß-Scharte noch einigeder nöthigstcu nachbrcnnendcu Schüsse zum Unglücks-Vogelauf der Stange hinausthat.

Jetzt bekam der Magister seinen Muth und Aergcr wie-der und er gebot kühn das Heruntcrnchmen des Absaloms.Indem das Kind mit der Sitzstange vor ihm vorübcrsank, legteer die fünf Schncidezähne der Finger wie ein Rostral in die