Druckschrift 
10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
Seite
86
Einzelbild herunterladen
 

86

gewachsen wie der erschaffne Adam, mit durstigen offnen Sin-nen in dem herrlichen geistigen Universum sich hätten nmhcr-drchcn können? Daher gleichen auch euere Eleven den Fuß-pfaden so sehr, die im Frühling vor allem grünen, späteraber sich gelb und cingetrctcn durch die blühenden Wiesenziehen.

Wehrfritz erneuerte, da er schon aus der Wagentrcppe dasGesicht in diesen kehrte, wieder den Befehl der Aufsicht überden jungen Grafen und machte die Signatur, womit Kansleutekostbare Waarenkistcn der Post empfehlen, recht dick aus diesem:er liebte das feurige Kind wie seines (er hatte nur eins, aberkeinen Sohn); der Ritter hatte Vertrauen ans ihn, undum dieses zu rechtfertigen, würd' er, da der Ehrcnpunkt derSchwerpunkt und die Himmclsaxe aller seiner Bewegungenwar, sich ohne Bedenken, wenn der Knabe z. B. den Hals ge-brochen hätte, seinen abgeschnittcn haben; auch sollte Al-bano Abends vor dem neuen Lehrer aus der Stadt ausfallendgut bestehen.

Albine von Wchrfritz, die Gemahlin, versprach alles hochund thcucr; sie konnte sich dem Evangelisten Markus und Jo-hannes gleich setzen, weil ihr heftiger Mann die Gesellschasts-Thiere beider, die Thierkönige Löwe und Adler, öfters reprä-sentirte, so wie sich manche andere Gattin in Hinsicht ihrerBegleitung mit dem Lukas vergleichen mag und meine mit demMatthäus. *) Sie hatte ohnehin auf Abends ein kleines Fa-milienfest voll spielender buntgcfärbtcr Ephemeren der Freudeausgeschrieben; und zum größten Glück war schon vor einigenTagen das Diplom cingelausen, das unfern Wehrfritz zum

*) Bekanntlich wird diesem Evangelisten ein Engel beigesellct.