Druckschrift 
10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
Seite
77
Einzelbild herunterladen
 

77

zu brauchen, den schon einer führt; so werden in Otaheitisogar die Wörter, die dem Namen des Königs ähnlich klingen,nach seiner Krönung ansgerottct und durch andere vergütet.Da ich sonst gar keine jetzt lebende Höse kannte: so war ichnicht im Stande, in den Schlacht- und Nachtstücken, die ichvon den Kabalen, dem Egoismus und der Libertinage bio-graphischer Höfe malte, es so zu treffen, daß Aehnlichkcitenmit wirklichen geschickt vermieden wurden; ja für einen sol-chen Idioten wie mich war cs sogar ein schlechter Behelf, oftden Machiavell vor sich hinznlegcn, um mit Zuziehung derfranzösischen Geschichte durch das Malen nach beiden den An-wendungen wenigstens auf Länder zu wehren, in denen nieein Franzos oder ein Welscher den Einfluß gehabt, den mansonst beiden aus andere deutsche bcimissct; so wie Herder gegendie Naturforscher, welche gewisse mißgestaltete Völker aus Paa-rungen mit Affen ablciten, die sehr gute Bemerkung macht,daß die meisten Aehnlichkciten mit Affen, der znrückgehendeSchädel der Kalmücken, die abstehenden Ohren der Pcvas,die schmalen Hände in Karolina gerade in Ländern erschei-nen, wo es gar keine Affen gibt. Wie gesagt, auffallendeUnähnlichkeiten wollten mir nicht gelingen, jetzt hingegen istjeder Hof, um welchen meine Lcgazions-Flotillc schifft, mirbekannt und also vor Aehnlichkciten gedeckt, besonders jeder,den ich schildere, der Flachscnfingischc, der Hohcnfließische re.Die Thcatcrmaske, die ich in meinen Werken vorhabe, ist nichtdie Maske des griechischen Komödianten, die nach dem Gesichtedes verspotteten Individuums geboßclt war,*) sondern die

*) ktätivxions vriti^nes snr In poöslo sto. äs vntioio. p. I.8eet. 42.