sanft floß cs, wie eine weiche Tonart, in Albano's licbewun-des Herz — das der hellere nnd lauere Mond und der insu-larischc dämmernde Kindergarten seiner ersten Vorzeit, und diein seiner Seele laut fort- und nachklingcndc Stimme seinerMutter gewaltsam auflösctcn — als nun der Vater sagte:„Das Hab' ich von der Gräfin zu sagen. Von mir Hab' ich„dir nichts zu sagen als meine bisherige Zufriedenheit mit dci-„ncm bisherigen Leben." — „O geben Sie, thcuerstcr Vater,„meinem künftigen Gebote, Lehre nnd Rath," sagte der be-geisterte Mensch, und Gaspards rechter Hand, die nach demschneller» Herzen zuckte, folgt' er mit seiner Linken an diesieche Stelle und drückte heftig das hysterische Herz, als könn'er diesem bergab umkreisenden Lcbensrade in die Speiche grei-fen. — Der Ritter versetzte: „ich habe dir weiter nichts zu„sagen. Die Lindenstadt (Pestitz) ist dir nun geöffnet; deine„Mutter hatte sie dir verschlossen. Der Erbprinz, der bald„Fürst scyn wird, und der Minister von Froulay, der mein„Freund ist, werden die deinigcn seyn; ich glaub', cs wird dir„nützen, ihre Bekanntschaft zu kultiviren." —
Der scharfblickende Gaspard sah hier Plötzlich über desJünglings reine offne Gestalt wunderbare Bewegungen undheiße Rosen fliegen, die aus der Gegenwart mit nichts zu er-klären waren und die sogleich wie getödtet vergingen, als erso sortfuhr: „für einen Mann von Stande find gelehrte und„schöne Wissenschaften, die für Andere Endzwecke sind, nur„Mittel nnd Erholung; nnd so groß deine Neigung dafür scyn„mag: so wirst du doch am Ende Handlungen den Vorzug vor„Genüssen geben; du wirst dich nicht geboren fühlen, die Men-schen blos zu belehren oder zu belustigen, sondern zu behan-deln und zu beherrschen.