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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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das donnernde Gcwölke über Roms sieben Hügeln liegen sah,gleichsam als rede aus dem Dunkel noch der alte Geist, derin den Hügeln wie in sieben Vesuven gearbeitet hatte, welchevor der Erde so viele Jahrhunderte lang mit scnrigen Säulen,mit aufgerichtetcn Gewittern standen und sie mit glühendenStrömen, mit Aschcnwolken und mit Fruchtbarkeit übergossen,bis sie sich selber zersprengten! Die Spiegelwand der Glet-scher stand, wie sein Vater, unzerrüttct vor der Wärme desHimmels und wurde nur glänzend und nicht warm und nichtweich aus dem weiten See schienen überall die warmenHügel wie aus ihrem Bade auszusteigen, und die kleinen Schiffeder Menschen schienen in der Ferne strandend zu stockenund im weiten Wehen um ihn gingen die großen Geister derVergangenheit vorüber, und unter ihren unsichtbaren Trittenbogen sich nur die Wälder nieder, aber die Blumenbeete wenig. Da wurde in Albano die srcmde Vergangenheit zur eignenZukunft keine Wchmnth, sondern ein Durst nach allemGroßen, was den Geist bewohnt und hebt, und ein Schaudervor den schmutzigen Ködern der Zukunft, zogen sein Auge rechtschmerzlich zusammen, und schwere Tropfen fielen daraus.Er stieg herab, weil das innere Schwindeln zuletzt äußereswurde. Die ländliche Erziehung und Dian, welcher den ge-haltenen Gang der Natur verehrte, hatte den Knospengartcnseiner Kräfte vor frühzeitiger Morgcnsonne und schnellem Auf-springcn bewahret; aber durch die Erwartung des Abends unddurch die Reise wurde der Tag seines Lebens jetzt zu warmund zu treibend.

Zufällig und träumend verlor er sich unter Orangcblütcn;plötzlich war ihm, als mache ein süßes Wühlen im innerstenHerzen dieses beklemmend weit und leer und wieder voll. Ach