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„wie eine Olive eine bittere Frucht, so greife nur beide scharf„mit der Presse an, sic liefern das süßeste Oel." — Hierstand er aus, um bis Abends in der Insel, allein zu bleiben;er bat um Nachsicht, machte aber keinen Vorwand. Seinehohe ehrgeizige Seele war unfähig, sich zur kleinsten Lügeniederznbücken; nicht einmal gegen -— Vieh. Er lockte inBlumenbühl Flugtaubcn täglich durch Futter näher, und seinePflegeschwestcr bat ihn oft, eine zu ergreifen; aber er sagteimmer Nein, weil er sogar ein thierisches Vertrauen nichtbelügen wollte. —
Als sie ihm nachsahcn, da er langsam mit nachspringen-den Schatten und mit den an ihm herabschlüpfendcn Sonnen-blitzen durch die Lorbeerbäume ging und wie in einem Traumedie Zweige mit vorausgehaltcncn Händen sanft auseinanderbog:so brach Dian aus: „welche Jupiters Statue!" — „Und die„Alten, fiel Schoppe ein, glaubten noch dazu, daß jeder Gott„in seiner Statue Hause." — „Eine herrliche dreifache Breite„der Stirn, der Nasenwurzel und der Brust! (fuhr Dian fort.)„Ein Herkules, der aufdem Olympus Oclbäume pflanzt!"
— „Es frappirte mich sehr (sagte der Lektor), daß ich durch„langes Anschauen auf seinem Gesichte lesen konnte, was ich„wollte und was sich widersprach, Kälte —- Wärme — Un-schuld und Sanstmuth >— am leichtesten Trotz und Kraft."
— Schoppe setzte dazu: „ihm selber mag cs noch schwerer>,werden, einen solchen Kongreß kriegführender Mächte in sich„zu einem Friedenskongreß zusammen zu zwingen." — „Wieschön (sagte der menschlich - fühlende Dian) muß einer sokräftigen Gestalt die Liebe anstehen und wie erhaben derZorn!" — „Das sind zwei malerische Schönheiten (versetzte„Schoppe), woraus sich zwei Pädagogiarchen und Kenophone
Iran Paul's auSgew. Werke. X. Z