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10 (1848) Titan : erster Band
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einsam wurde; und die Erde zum Rauch und die Sonne zueiner weißen sanften Welt, die nur am Rande blitzte: so thatsich sein ganzer voller Geist wie eine Gewitterwolke ausein-ander und brannte und weinte, und aus der reinen blassenSonne sah ihn seine Mutter an, und im Feuer und Rauchder Erde stand sein Vater und sein Leben eingchüllt.

Still ging er die Terrassen herunter und fuhr oft überdie nassen Augen, um den feurigen Schatten wcgzuwischen,der ans alle Gipfel und alle Stufen hüpfte.

Hohe Natur! wenn wir dich sehen und lieben, so liebenwir unsere Menschen wärmer, und wenn wir sic betrauernoder vergessen müssen, so bleibst du bei uns und ruhest vordem nassen Auge wie ein grünendes abcndrothes Gebirge. Achvor der Seele, vor welcher der Mergenthau der Ideale sichzum grauen kalten Landregen entfärbet hat und vor demHerzen, dem auf den unterirdischen Gängen dieses Lebens dieMenschen nur noch wie dürre gekrümmte Mumien auf Stäbenin Katakomben begegnen und vor dem Auge, das verarmtund verlassen ist und das kein Mensch mehr erfreuen willund vor dem stolzen Göttersohnc, den sein Unglaube undseine einsame, menschenleere Brust an einen ewigen unver-rückten Schmerz anschmicden-vor allen diesen bleibst

du, erquickende Natur, mit deinen Blumen und Gebirgenund Katarakten treu und tröstend stehen, und der blutendeGöttersohn wirft stumm und kalt den Tropfen der Pein ansden Augen, damit sic hell und weit ans deinen Vulkanen undans deinen Frühlingcn und auf deinen Sonnen liegen!-