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scheu. Hier stand der edle Jüngling, das beseelte Angesichtvoll Abcndroth, mit cdeln Bewegungen des Herzens, und scus-zetc nach dem verhüllten Vater, der ihm bisher mit Sonnen-kraft, wie hinter einer Ncbclbank, den Tag des Lebens warmund licht gemacht. Dieses Sehnen war nicht kindliche Liebe— diese gehörte seinen Pflcgecltern an, weil kindliche nur ge-gen ein Herz entsteht, woran wir lange lagen, und das unsgleichsam mit den ersten Herzblättern gegen kalte Nächte undheiße Tage beschirmte — seine Liebe war höher oder seltener.Ucbcr seine Seele war der Ricscnschatten des väterlichen Bil-des geworfen, der durch Gaspards Kälte nichts verlor; Dianverglich sic mit der Ruhe aus dem erhabenen Angesichte derJuno Ludovici; und der warme Sohn verglich sie mit einerandern schnellen Kälte, die im Herzen oft neben zu großerfremder Wärme cinsällt, wie Brcnnspiegcl gerade in den Hei-stern Tagen matter brennen. Ja er hoffte sogar, er vermögevielleicht dieses so quälend ans Eisfeld des Lebens angefrorneVatcrhcrz durch seine Liebe abzulöscn; der Jüngling begriffnicht, wie einem treuen warmen Herzen zu widerstehen sei,wenigstens seinem.
Dieser Heros, in der ländlichen Karthause und mehr unterder Vorwelt als Mitwelt ausgewachsen, legte an alles antedi-luvianischc Niescncllcn; die Unsichtbarkeit des Ritters machteeinen Thcil von besten Größe aus, und die Mosisdecke verdop-pelte den Glanz, indem sie ihn vcrhing. — Überhaupt zogunfern Jüngling ein sonderbarer Hang zu übermäßigen Men-schen hin, wovor sich andere entsetzen. Er las die Lobredenans jeden großen Menschen mit Wollust, als wären sie auf ihn;und wenn das Volk ungewöhnliche Geister eben darum für