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2 (1854)
Entstehung
Seite
129
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Sechzehnter Gesang.

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Die Ohren spitzt und wiehernd kommt geflogen,Wenn's einen Stahlblitz fleht, Trompeten hört,

Und schon sich wünscht, den Reiter auf dem Rücken,Das Feld durchsausend Feinde zu erdrücken.

So regt der Jüngling sich, sobald der FunkenDes Hellen Stahles ihm in's Auge gleißt.

Er zeigt nach kühner That, nach Krieg sich trunken.Der Blitz entfacht den alten FeuergeistIm Jüngling, der so eben noch versunkenIn Wollust war und süßes Gift gespeist.

Da naht sich ihm Ubald, und hält dem KrankenVor's Angesicht den Demantschtld, den blanken.

so.

Als in den Hellen Schild der Jüngling blickt.

Wird klar ihm, was er sei und was gewesen:

Mit üpp'gen Kleidern sieht er sich geschmückt.

Und Wollust zeigt im weichen Putz sein Wesen;

Das Schwert, das er im Kampfe sonst gezückt,

Scheint ihm zur eiteln Zierde nur erlesen.

Es scheint nur Stahl zum Schmuck.', nicht Stahl zu sein.Der schlagen soll der Feinde wilde Neih'n.

si.

So wie in dem, den dumpfer Schlaf umfangen,Nach langem Traum sich das Bewußtsein regt.So ist's, als er sich selbst schaut, ihm ergangen:Es ist ein Anblick, den er kaum erträgt.

Sein Auge sinkt halb scheu und halb befangen.Zu Boden blickt er schamhaft und bewegt.Verstecken möcht' er sich in Feuerschlünden,

Im Meere, in der Erde tiefsten Gründen,laffo, best. Jerus. H.

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