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Kcchszehnter Gesang.
2S.
Halb Lächeln, sanft Verweigern, holde Thränen,Muthwill'gen Zwist, der sich mit Küssen paart,Verliebtes Flüstern, freundliches Versöhnen,
Gebrochnc Seufzer, Liebesgirren zart, —
Dies mengt und schmelzt und weiß sie wohl zu dehne»Zu einem Wundergürtcl mächt'ger Art;
Stets auf der Hüft' ihr seine Schlingen ruhten,
Die sie gestählt an linden Fackelgluthen.
20.
Als Putz und Tand ein Ende nun gefunden.
Da nimmt sie Abschied, küßt ihn und geht fort;
Sie widmet alle Tage ein'ge StundenDer Arbeit und dem Zauber, ihrem Hort.
Von ihrer Macht am Garten festgebunden.Durchwandelt träum'risch er den schönen Ort,
Umgeben nur von Thieren und von Bäumen,
Wenn nicht mit ihr in süßen Lisbesträumcn.
Und ruft sie der Verliebte» süße SitteZu neuem Raub in schweigsam stiller Nacht,
Wird hier in eines heitern Hauses MitteSo manche Stunde hochbeglückt verbracht. —
Als nun zu ernsten» Werke ihre SchritteArmida wendet aus des Gartens Pracht,
Da tritt im Waffcnschmuck, im glänzend frischen,
Das Nitterpaar geschwind aus den Gebüschen.
28 .
Dem stolzen Streitroß ähnlich, das entzogenSiegreicher Kriegeslast, die es geehrt.
Auf üpp'ger Weide schnöder Lust gepflogen,
Und mit der andern Heerde sich genährt;