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Himmel vor ihrem Tode gewesen. Griechen nnd Römer, nnddie großen Schriftsteller der neueren Zeit hatten sie erzogen,und sic (nach ihrer Aussage) zu einer Republikanerin vor derRepublik gemacht. Sic war kühn, bis sogar in die Religionhinüber. Als das Nevoluzion-Tribunal sie fragte: haben Siceinen Beichtvater? so antwortete sie: keinen. — Es fragte:halten Sie es mit den vereideten Priester», oder mit den nn-vercidetcn? — Sic antwortete: „Ich verachte beide." Folg-lich kein religiöser Fanatismus reichte oder wcihctc dem jung-fräulichen Würgengel das Schwert. Bei aller Glut ihres in-ner» Wesens nnd allem Glanz ihrer Gestalt blieb doch fremdennd crwicdertc Liebe von ihr abgewicscn; sie achtete die Män-ner wenig, weil eine weibliche Seele in der Liebe ein höheresWesen sucht*), und ihre erhabnere nicht einmal das AclMichefand; daher sie, als der Präsident mit gewöhnlicher Härte ge-fragt, ob sic schwanger sei, versetzte: „ich fand nnd kannte nochkeinen Mann, den ich meiner würdig geachtet hätte, denn Ma-rat lebte noch." — Die Expcdizionstnbe des weiblichen Lebenskam ihr enge, dumpf nnd staubig vor. — „Die republikani-schen Franzosen (schrieb sie an Barbaroux) begreifen es nicht,wie eine Frau ihr Leben, dessen längste Dauer ohnehin nichtviel Gutes erschafft, kaltblütig dem Vaterlande opfern könne."— „Nur die Jungfrau — unterbrach der Graf — stirbt fürWelt nnd Vaterland; die Mutter blos für Kinder und Mann.Jene ist noch eine Alpenpflanze, an welcher die Blume größer
') Wenige Männer würden eine Corday, eine Jcannc d'Arc hcl-ralhcn wollen; aber die meisten Weiber gewiß einen Brutus,und ähnliche; und in sofern steht die weibliche Liebe höher.In der Freundschaft kehren cs aber beide Geschlechter um.