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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Menschen den innen: ans; darum baue sie das Tabor der Him-melfahrt im Prunktempel.

Um desto weniger thne das Denkmal im Feierklcidc derKunst Wochentagdienstc des Nutzens, z. B. als Schul- oderWaisenhaus; eine Mißheirath der Kunst und des Bedürfnisses,die man bei den Barbaren und auf dem römischen Marsfcldewieder findet, wo die heiligen Ruinen zu Viehtränken undWäschstangen niedersinkcn. Die größten Prunkzimmcr, welchedie Erde trägt, sind leer und ohne Stuhl und Tisch, RaphaelsStanzen. Wer wird unter dem Fluge der Bewunderung darandenken, was sic cintragc?

Und was ist aller Vortheil so oder anders ernährter, oderunterwiesener Armen gegen die Himmelbcnte, wenn an einerkräftigen Jüngling-Seele im Unstcrblichkeittcmpel, wie in ei-ner lauen Frühlingnacht, alle Knospen aufbrechen und duftendansfahren wenn die Statue eines großen Menschen mitMemnons Tönen ein großes Herz anspricht und erweckt, undcs zurecht weiset für ein langes Leben; und wenn ein Sonn-tag sechs Wochentage bestimmt und heiligt?

In der geistigen Welt ist die Wirkung so oft größer alsdie Ursache, wie umgekehrt, und eine Maria gebiert einen Gott-menschcn; daher gibt's in ihr keine andere Elle und Wage, alsdas Höchste, das eben jede verschmäht. Die Erde ist ein Got-tesacker voll Scheinlcichen, es wehe ein lebendiger Hauch, undeine Welt erwacht. Er weht aber im Kunsttempel eines gro-ßen Mannes.

Wenn in der Zeit eine Religion nach der andern, undeine Göttcrlehre nach der andern nntcrgcht, die die Menschenzu Geistern macht: so bauet wenigstens Mcnschentempel, worindie geistigen Großen an das Größte erinnern, nnd das Be-