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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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wer seine Hand nicht öffnete, innß geneigt seyn, jede brüder-lich zu drücken, die sich aufgcthan. Eine Opfcrflannnc entzün-det die andere, und vielleicht ist der edle Schiller seine Todcs-und Unsterblichkeit-Feiertage den Gerüsten zu Luthers Tem-pel schuldig. Auch dem Neichsanzeiger komme bei derdeutschen Staatenzcrsplitternng, welche nur vertiefte Gläser zumZerstreuen, nicht erhobene zum Sammeln vorhält sein Lob,das deutsche Unterhaus zu seyn, welches deutsche Stimmen undOhren und Gaben sammelt.

Oft wiegt die Bewundrung mehr auf der Geisteswage, alsihr Gegenstand; und folglich könnte die Begeisterung für Lu-tber sich selber adeln, unabhängig von Luthers Adel. Aberschauet an diesem immer grünen Eichbaum und seinen Aestenhinauf, an diesem Thurm, der immer, wenn nicht ein Leucht-,doch ein Kirchthurm war mit Sturmglocken und friedlichemGlockenspiele. Nicht seinen Märtcrer-Muth acht' ich am mei-sten, so viel eiserner er auch war, als er scheinen kann. Dennjedes kühne Leben erscheint aus der Vergangenheit, nach demUmsturz der Schrcckcnbildcr, nicht so kühn, und daher hat ge-gen die vielarmige, aus Nebeln schlagende Zukunft nur diegroße Seele Mnth, gegen die ausgerechnete nackte Vergangen-heit aber ein jeder Luther stand noch in den witterhastenGrubenwettern, die er anzündete, und für uns entwickelte zureiner Luft. Folglich bewundere ich's auch nicht am meisten,daß er, zu kräftig, ein bloßer gleitender Dielcnglätter (Zim-merfrotteur) der Kirche zu seyn, lieber, gleich Simson, dieSäulen angriff und umwarf. Sogar dieß, daß er einen kern-derben Deutschen in allen festen Muskeln und feinsten Nerven,einen Geharnischten voll Kriegslnst und voll Ton- und Kin-derliebe darstellte, sogar diese Gottcsausstcucr reicht nicht an