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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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und Standpunkt. Warum wollen wir, wenn allen Festen ei-nes gewissen großen Fürsten immer ein Thalcr abging, plötz-lich so unerhört verschwenden, daß wir mit sechstausend solcherabgängigen Thalcr nur ein einziges Roscnfcst, eigentlich einEichenfest, eines einzigen Mannes begehen wollen, als ob nichtder Sechstauscnd-Thalcr-Stock eine ungeheure Summe für ei-nen Mann aus Luthers Zeiten wäre, wo ein Hering .einenHeller kostete, und Brennholz gar keinen? Wollen wir denRuhm verlieren, daß wir bisher einerseits immer als Männerin Kredit gestanden, welche das Geld (auch für Ehrensachen)nie weggcworfcn, sondern jeden Heller ansahen, und nmwand-ten, ehe wir ihn einstecktcn? Wir sind ferner auf der andernSeite (etwas ist wahr) bei Europa nicht zum Besten, sondernmehr als Leute ungeschrieben, welche ihren großen Männernungern etwas Höheres aufrichtcn, als was der Todtcngräberans ihren Sarg aufsctzt, und der Setzer auf dem Lumpenpa-pier, und welche die Werke ihrer Lieblingschriftstellcr ungernum den Ladenpreis erstehen; wie denn zu unserer Schande hier-ein Handelsmann cxistirt, der Wieland ordentlich anbctet, undsich dessen Werke in Einen ungeheueren Band hat binden las-sen, um sich schadlos dasür zu halten, daß er keinen Nachdruckerschnappen können.

Aber, o Himmel, Glück über Glück! Jetzo kann ja, beisechstausend Thalcr Tempel-Baubegnadigung, alles wieder gutgemacht werden - der alte llnehrenflcck ausgewaschen - dieNazion von sich gcehret und rchabilitirct Kepler, Hutten,Herder, Lcssing, Kant, Winkclmann, Albrccht Dürer könnennun erlangen, wonach mancher von ihnen so lange strebte,

warme Anerkennung von der Nazion.-Denn ich schlage

nämlich vor, daß diese bisher sündlich vernachlässigten Seelen-