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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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nein Rücken zuzuhören, und den Strom und den Morgen vorsich zu sehen, aber der Abendkricg und die Morgcnkühle undSonnennähe hatten wieder die Sinncnthore langsam zugezo-gen. Das Morgenrot!) glühte aus seinem gesundrothen Ge-sicht, und Träume zitterten durch die zarten Fibern. Ernestineallein stellte sich mit Augen voll Freudentropscn vor die ruhigeGestalt. Ich fing von ferne leise Flötentöne an, die noch wieMattgold in seine Traumaurora zu verweben waren. DieSonne brannte immer Heller ins Morgengcwölk hinauf. Plötz-lich regte er bange die Arme seine Lippe zuckte seinAugenrand quoll weinend über die Flötentönc bebten ausseinen Zügen nach. Da fürchtete Ernestine, ihn quäle einharter Traum; sie winkte mir, ihn mit Tönen zu erlösen,und legte, seine Hände nehmend, ihre schöne Wange leise anseine Brust. Er fuhr aus dem Traum er sah Ernestinegroß an, und kam, als gehöre sie in den Traum-Wahnsinn,durch ihr freundliches liebes Antlitz wieder in denselben zu-rück bis ihn endlich das Wort und das Licht zu allenFreuden wach und lebendig machten.

Hört nun seinen Traum.

Der Tod in der letzten zweiten Welt.

Endlich sind wir im Vorhofe der Ewigkeit, und sterbennur noch einmal, sagten die Seelen, und dann sind wir beiGott. Aber wie rinnend und flatternd ist das Land derSeelen! Im ganzen Himmel waren Sonnen, die ein Men-schenantlitz hatten, nmhergelegt, sie sahen uns blos mit einemMondlicht an, eine nach der andern ging blos in der Höheunbegreiflich unter, aber an keinem Erdenrand, und wurdevorher ihre eigne Abendröthe. Jetzo sind nur noch tausend