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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Sehen wir uns denn wieder, wenn wir aus der Zeitin die Ewigkeit gehen?" fiel die liebe Mutter ein; denn dasliebende Herz der Weiber sucht in der Zukunft zuerst das Ge-liebte; daher hört man diese sorgende Frage nach Wiedersehenzuerst von ihnen.Was göttlich ist an der Liebe, das kannnie untcrgchcu, sagt' ich, oder sonst, da das Irdische ohnehinvermodert, bliebe gar Nichts. Aber der altchristliche Aus-druck, ans der Zeitlichkeit in die Ewigkeit, das ist derrechte; hinter dem Leben gibt's keine Zeit, so wenig wie vordem Leben; über das andere Leben lastet sich so wenig etwasdarüber hinaus denken, als über den Urgrund alles Scyns."

Ernst wandte noch schnell ein:und doch spreche manvon Fortdauer, und wolle mit diesem Zeitpleonasmus alleZeit vernichten; aber gesetzt, warum wolle man denn vorder Ewigkeit vorher, für welche Millionen Jahre nicht mehrwären als achtzig, uns nur letzte, nicht auch die Millionenzugestehen?" Ich mußte dieß einräumen, und sogar nochfester machen, indem ich versetzte:dieß komme denn und Tril-lionen dahinter; denn so gut der Schöpfer hier unsere Spiel-und Laufbahn über Eine Erde gehen ließ, so kann er sie nochüber tausend Erden ziehen, nur muß der Weg ein Sonnen-ziel haben, oder wir jagen ewig einem rückenden Regenbo-gen nach."

Wir waren nun einander freundlich, wie vorher feindlich,näher gerückt, und hörten aus mit Recht; ein solcher Streitkann nur abgebrochen, nicht abgeschlossen werden, er lässet,wie die ganze Philosophie, nur Waffenstillstände, nicht Frie-deuschlüsse zu. Alle Untersuchungen sollten daher, wie dieplatonischen und lesfingischen, poetisch, nämlich dramatisch sehn,damit sich hinter dem Reichthum der Ansichten die Ansicht des