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folgender Gestalt herauswcrfen: er ist naiv — er ist von alterKnnst erhellt und von neuer erwärmt — er ist meistens christ-lich-elegisch -— zuweilen romantisch-schauerlich*) — er ist ohnePhrasen-Triller — er ist zu lesen, wenn nicht Einmal, dochZehnmal, wie alles Einfache. Mit andern, noch bessern Wor-ten: Das Abendroth einer schönen friedlichen Seele liegt aufallen Höhen, die er vor uns sich hinzichcn läßt — PoetischeBlumen ersetzt er durch Poesie. — Das Schweizer Alpenhornder jugendlichen Sehnsucht und Freude hat er am Munde,indeß er mit der andern Hand auf das Abendblüheu der hohenGletscher zeigt, und zu beten ansängt, wenn auf den Bergendie Betglocken schön hcrnberrnfen. — Gleich Griechen undeinigen Malern umschließet er seine Gemälde, aus Verachtungder Pointe, zuweilen mit Bildern, die sich in den Rahmenverlieren**), und so ist der Mann. Wahrlich eine lieblicheErscheinung, aber keine außer der Jahrzeit! Denn auf demdeutschen Museuberg, der eben unter einer stechenden Frühling-sonne zugleich blüht und dampft, kann jetzt Alles auffah-ren: Gleicher-Blumen und nordisches Gestrüppe, und Giftund Dust.
Ich hätte gern meine Freude mit einigen Proben gerecht-fertigt, wenn Schönheiten, die immer ein Ganzes bilden, soleicht einen Auszug vertrügen, als Mängel, die eben darumeines stören. Auch gab' ich am liebsten das längste Gedichtzur Probe, indeß der Zeitungraum das kleinste vorzieht; undes bleibe Ihren Rück- und Einsichten überlassen, ob sie eines alsPostskript für den zweiten Druck hier wählen und geben wollen.
*) Z. B. in der hohen Erzählung: „der Karfunkel."
**) Fast überall, z. B. S. 50 u. 68 — S. 81 u. s. w.