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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Stumm-Entrüstete, und sagte hastig: er sei im vollständigstenJrrthum über das Fräulein.Nu, nu, mein Freund, crwie-derte der Doktor, unter die Saugthicre gehören wir dochalle, wenn sich auch gleich nur die schönere Hälfte unter die

Sängthiere zählen darf.-Aber unser Herr Brunncn-

arzt fuhr er gegen die beiden Fräulein fort lag vonjeher gern vor Damen auf den Knieen, und dicß, glaub' ich,mit Recht; denn er weiß, als Arzt, der Schelm, recht gut,daß die Knie, wie stark man sie auch beuge, den feurigstenBlutumlaus nicht im Geringsten cinhcmmen. Wenn ein un-medizinischer Liebhaber vielleicht dächte, die großen Aderstämmeder Beine liefen an den Kniescheiben hinauf, und würden alsodurch das Drücken der Scheiben auf den Boden so gut wieunterbunden: so weiß dagegen unser Arzt aus seinem Söm-merung, daß es anders ist, und daß die großen Adern untenum die Kniekehle liegen, und nicht leiden und stocken durchBiegen...."

Da war des Bleibens nicht mehr für das Landfräulein,das unter die seinem Dorsdamen gehörte, welche vor einerHofdame nie Füße, Strümpfe, Knie, Beine anbchaltcn, son-dern sie zu Hanse ablegen, um nicht am Hofe damit anzu-stoßen; zarte Wesen, welche, wie Sirenen, nur ihre Hälftezur Sprache bringen, und aus Anstand sich nur als Büstengeben. Zögernd und mit einer freundlichen Abschied-Verbeugung an den Doktor, zog das Hosfräulein dem anfbre-chendcn Landsränlein nach, das sich die größte Mühe gab, blosvon Strykius den Abschied zu nehmen, durch Knicks und Blickund gute Nacht.

Endlich saß Katzenberger ohne Scheidewand und Ofen-schirm neben seinem Strykius. Er ließ sogleich viel Acht