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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Kirchdicnste für den Dichter-Gott eingestellt saß, welcher derHauptmann zn sehn schien; wozu noch der Kummer stieß, daßer seinen Strhkius nicht vor sich hatte. Ein solcher Wirths-tisch war für Katzenberger ein Katzentisch. Er erklärte deshalbgern ohne Neid der nächsten Tisch-Ecke, daß er als Arzt überBühnen-Skribenten seine eigne Meinung habe, und folglicheine diätetische. Ein Lustspiel an und für sich, fuhr er fort,verwerfe niemand weniger als er; denn es errege häufigLachen, und wie oft durch solches Lachen Lungcngeschwüre,englische Krankheit, nach Tissot, Ekel (wenn auch nicht geradeder am Stücke selber), ja durch bloße Spaß-Vorreden Rheu-matismen gehoben worden, wiss' er ganz gut. Ja, daTistot eine Frau anführe, die nicht eher als nach dem LachenStühle gehabt, so halt' er allerdings ernsthaft einen Sitz imKomödicnhause für so gut als ein treibendes Mittel, so daßjeder aus seiner Leidengeschichte, wie man sonst bei einerandern gethan, ein Lustspiel machen könne.*) Daher, wieder Quacksalber gern einen Hanswurst, so sehe der Arzt gerneinen Lustspicldichtcr bei sich, damit beider Arzneien, nachVerhältniß ihres Werths, von gleichmäßigen Späßen unter-stützt und cingeflößt würden.

Das Trauerspiel aber, Herr Doktor?" fiel ein jungerMensch ein, der zu beantworten glaubte, wenn er befragte.

Gleichwol glaub' er fuhr er ohne Antwort fortVerstopfung und dergleichen eben so leicht durch einige Scnues-und Rezcptblättcr zu heben, als durch ein vielblättriges Lust-spiel, uud ein Apotheker sei hier wenig verschieden von einem

') Die Lontreris cls In knssioir 1380; der Bischof von AngerSmachte für sie aus der Passion eine Komödie.