30. S u m m u l a.
Tischgebet und Suppe.
Der Tumult der Erkenn- und Vcrkennszcue mischte dieEßgäste schon auf dem Gange zur Tafel zu bunten Reihender Freude zusammen. Der Sternenhimmel, Blasmusik undBäume voll Lampen, und hauptsächlich der Abends angckom-mcuc und mit soupirende große Mann bezauberte und ver-einigte alles. Viele Mädchen, die Rießens Stücke aus Leih-bibliotheken und auf Bühnen hatten kennen lernen, gingenunter dem Schirme wechselnder Schatten ganz nahe und an-blickcnd neben seiner schönen Gestalt vorbei. Als er in seinerUniform — dem weiblichen Jagd-Tuch oder Ncbhühncrgarnoder Frauen-Tyras — und mit der hohen Feder (die auf demKopfe erhabner aussieht, als hinter dem Ohre) so dahinschrittund die Menge überragte, wie der ursprüngliche Theudobach(nach Florus) seine Tropäc, und er als das Zwillinggestirnder Weiber, als Dichter und Krieger zugleich, sich durch seinenHimmel bewegte, und mit Auge und Stimme so entschiedengegen männliche Wesen, und doch mit beiden so scheu undbescheiden gegen weibliche einhcrtrat: so riß ein allgemeinesVerlieben ein, und hinter ihm sah, da er mit dem fünsschnei-digen Melpomeuens-Dolch und mit dem Kriegcrschwert allesschlug, der Weg wie eine weibliche Wahlstatt aus; der einenwar der Kops, der andern das Auge, der dritten das Herzverwundet. Er aber merkte gar nichts von den sämmtlichenVerwundeten, die er hinter sich nachführte. Bisher mehr