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Der Vorleser, den die fremde Bewunderung seines Lese-stücks hinriß in eigne, und der unter allen Empfindungen dieseam innigsten mit dem Hör-Krcis thcilte, hatte jetzo, wo dieeigentliche Höhe und Bergstraße seiner Schöpfung erst rechtanging, gar nicht Zeit, die Ankunft, geschweige die Gestaltund die Einwirkung des Kriegers wahrzunehmen. Er standeben an der zweiten Hauptstelle seines Gesangs (der Anfangwar die erste), am Schwanengcsange, am Ende-Triller; dennwie im Leben die Geburt und der Tod, im Gescllschastzimmerder Eintritt und der Austritt die beiden Flügel sind, womitman steigt oder fallt, so im Gedichte. — Nieß konnte alsonicht unaufhaltsam genug stürmen und lausen und deklamircn,und sich begleiten lassen von Musik, um, wie ein Gewitter,gerade den stärksten und entzündcndstcn Schlag beim Abzügezu thnn..
Jndeß hören mitten in diesem Gerassel von poetischenStreit- und Sicgswagen Vorleser eigner Sachen gleichwolmanches leise Wort, das darüber ausfliegt. Nieß vernahmmitten im Dichter-Sturm sehr gut Thcoda's Wort: „ja erist's, und hat sich selber kopirt im Ritter." — „Und thutdoch immer, sagte die Nachbarin, als ginge ihm das ganzeGedicht nichts an." Es war Nießen ans keine Weise mög-lich, bei solchen Aussprüchen, daß er da sei, und sich im altenRitter selber getroffen habe, und bei dem allgemeinen Klat-schen und Anblicken und Anfragen der Bewunderung, sichetwa in den Kops zu setzen, er sei gar nicht gemeint, nur derneue Soldat. Sondern eine wärmere Minute und höhereStelle, um sich zu enthüllen und zu entwölkcn, — dieß saher wol ein — könnte kein Stcrnseher für ihn errechnen, alsder Kulminazion- und Scheitelpunkt war, den er eben vor