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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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wer ankam; aber am beschriebenen Abende war noch Maul-bronn selber darüber dumm.

Der cintretende Mann schrieb sich Herr von Thcndobach,Hauptmann in prcnß. Diensten. Nach altdeutschem Lebens-Styl war er noch ein Jüngling, das heißt 30 Jahr altund nach seinem blühenden Gesicht und Leben war er's nochmehr. Seine dunkeln Augen glühten wie einer wolkigen Au-rora nach, weil er sie bisher noch auf keine andere Figurengeworfen, als ans mathematische in Euler und Bernonlli,und weil er bisher nichts schöneres zu erobern gesucht, alswas Koehorn, Rimpler und Bauban gegen ihn befestigt hatten.Unter diesem mathematischen Schnee schlief und wuchs seinFrühling-Herz ihm selber unbemerkt. Vielleicht gibt es keinenpikantem Gegenschein der Gestalt und des Geschäfts, als dereines Jünglings ist, welcher mit seinen Noscnwangcn undAugenblitzcn und versteckten Donnermonaten der brausendenBrust sich Hinsicht und eine Feder nimmt, und dann keineandere Auflösung sucht und sicht, als eine algebraische.Gott! sagen dann die Weiber mit besonderem Feuer, er hatja noch das ganze Herz, und jede will seinem gern so vielgeben, als sic übrig hat von ihrem. Dieser Hanptmann hattenun ans seiner Reise durch das Fürstcnthnm Großpolci zu-fällig in der Zeitung gelesen: der durch seine Schriften be-kannte Thcndobach werde das Maulbronner Bad besuchen.Das ich doch nicht wüßte?" sagte der Hauptmann, weil ervon sich gesprochen glaubte, indem er mehre kricgsmathematischeMerkchen geschrieben. Bon Nicßcns Namcnvetterschaft undDichtkunst wußt' er kein Wort. Unter allen Wissenschaftenbauet keine ihre Priester so sehr gegen andere Wissenschaftenein, als die sich selber genügsame Meßkunst, indeß die meisten