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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Aber aus Liebe gegen Theoda, die dem Dichter, als einemSonnengott, wie eine Memnonstatne zutönte mit heitern Nacht-musiken und Ständchen, setzte er sich nieder und schrieb, umihr den Ansschub seiner Götter-Erscheinung oder seines Auf-gangs zu versüßen, eigenhändig in Thcudobachs Namen einBriefchen an Hr. v. Nieß, worin er sich selber als einemFreund berichtete:er komme erst Abends in Maulbronn an,doch aber, hoff' er, nicht zu spät für den Besuch des Dekla-matoriums; und nicht zu früh, wünsch' er, für unsre Dame."Er steckte dieß Blättchen in einen mit der Bad-Post angc-langten Briefumschlag, und ging zu Theoda mit entzücktemGesicht. Daß er nicht log, war er sich bewußt, da er ebenVorhalte, unter dem Dcklamircn (um das Loben ins Gesichtzu hemmen) aufzustehcn und zu sagen: ach nur ich bin selberdieser Thcudobach. Ehe der Edelmann kam, hatte sic ebenfolgendes ins Tagebuch geschrieben:Endlich bin ich da,Bona, aber niemand anders (außer einige Schocke Badegäste),sogar auf der Badeliste fehlt Er. Blos in der Großpolei-schen Zeitung wird er gewiß angekündigt. Ich wollte, ichhätte nichts, wohinter ich mich kratzen könnte; aber die Ohrenmüssen mir lang auf der Fahrt gewachsen seyn, weil ich sofest voraussetzte, der Erste, ans den man vor der Wagenthürestieße, sei blos der Poet. Wohin ich nur vom Fenster herab-blicke auf die schönen Badegängc: so seh' ich doch nichts, alsden leeren Stickrahmen, worauf ihn meine Phantasie zeichnet,nichts, als den Paradeplatz seiner Gestalt, und sein Thronge-rüste. Wahrlich, so wird einem Mädchen doch so ein Mensch,den man liebt, cs mag nun ein Bräutigam oder ein Dichterseyn, zu jedem Gestirn und Gebirg, gleichsam zum Augenge-henk, und hinter allen steckt der Mensch, daß es ordentlich