solchen Nepotismus gegen adamitische Verwandte so sehr fliehen.Uebrigens lasset gerade diese Verwandtschaft von Jahr zn Jahrmehr ruhige, kalte Behandlung der Menschen hoffen; dennmit jedem Jahrhundert, das uns weiter von Adam entfernt,werden die Menschen weitläuftigere Anverwandte von einander,und am Ende nur kahle Namenvcttern, so daß man zuletztnichts mehr zn liehen und zu versorgen braucht, als nur sich.
18 . S u m m u l a.
Männike's Seegefecht.
Um den Leser nicht durch zn viel Ernst und Staats-Geschichte zu überspannen, möge ein unbedeutendes Seegefecht,im Städtchen Höflein, wo die Pferde Vesperbrot undVesperwasser bekamen, hier eine kurze Unterbrechung gewährendürfen, ohne dadurch den Ton des Ganzen zu stören.
Der Wasserspringcr Männike hatte nämlich den ganzenHöflciner Adel und Pöbel auf die Brücke des Orts zusammenge-laden, damit beide sähen, ob er auf dem Wasser so viel vermögeund gewinne, als die Britten-Insel, diese Untiefe und Klippedes strandenden Europa's. Der Springer, der sowol bemitleidetals bewundert zn werden wünschte, und der unten im Nassenrecht in seinem Elemente scyn wollte, hatte dem Städtchenversprochen, im Wasser Taback zu rauchen, mit einem Schiebc-karrcn zu fahren, anderthalb Klafter hoch Freudcnwasser wieFrcudcnfcuer zu speien, gleich einem Flußgottc von Stein, unddann im Strome noch größere Kunststücke snr morgen der er-staunten Brücke zu versprechen.
Jean Paul'S auSgkw. Wrrlk. X.V.
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