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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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wenden. Er sann nämlich lange ans treffliche Sentenzen überdie Liebe, und grub endlich folgende in die Fenstertafel seinesZimmers:Das liebende Seufzen ist das Athmcn des Her-zens. Ohne Liebe ist das Leben eine Nacht in einer Mond-verfinstcruug; wird aber diese Luna von keiner Erde mehrverdeckt, so verklärt sich mild die Welt, die Nachtblumen desLebens öffnen sich, die Nachtigallen tönen, und überall ist Him-mel. Theudobach, im Junius."

Theoda schrieb eiligst folgende Tagebuchblättcr, um siedem Mehlhoru noch mit zu geben.

Du thcnrcs Herz, wie lange bin ich schon von Dirweg gewesen, wenn ich Zeit und Weg nach Seufzern messe?Und wann wcrd' ich in Dein Haus springen oder schleichen?Gott verhüte letztes! Ein Zufall eigentlich ein Fall ineinen Graben hält uns alle diese Nacht in Huhl fest;leider kommen wir dann erst morgen spät in Maulbronn an;aber ich habe doch die Freude, Deinem guten Manne meinGeschreibsel aufzupackcn. Der Gute! Ich weiß wol, warumDu mir nichts von seiner gleichzeitigen Reise gesagt; aberDu hast nicht Siecht gehabt. Mein Vater setzte aus eineStunde den raffiuirteu Zuckerhut Würfel in den Wagen; seineWeste litt sehr beim Umwerfen. In so fern war mir's lieb,daß Dein Mann nicht mitgefahrcn; wer steht für die Wen-dungen des Zufalls? Ich habe. Herzige, Deinen Rathdenn in der Ferne gehorcht man leichter als in der Nähetreu befolgt, und heute fast nichts gcthan, als Fragen an denEdelmann über den Dichter. Dieser ist selber höreblos die beste erste Ausgabe seiner Bücher, eine Prachtaus-gabe, wenn nicht besser, wenigstens milder, als seine Stachel-komödicn. Niemand hat sich vor seinem Auge oder Herzen