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Liebe, — sagte wie traumtrunkcn Bona — und blos wol,weil du deinen Dichter nicht da gesunden?"
„O, spotte viel stärker über die Sünderin, thue mirrecht innig weh, denn ich verdiene es wol von gestern her!"antwortete sie, und nannte ihr alles, was ihr feuriges Herzdrückte. Bona legte die Wange an ihre, und konnte, vomvorfrühcn Aufstchen ohnehin sehr aufgelösct, nichts sagen, bisThcoda heftig sagte: „schilt oder vergib!" so daß jener dieheißen Thräncn aus den Augen schossen, und nun beide sichin Einer Entzückung verstanden. „O jetzo möchte ich, sagteThcoda, mein Blut, wie dieses Morgenrots), vcrtropfcn lassenfür dich. Ach, ich bin eigentlich so sanft; warum bin ichdenn so wild, Bona?" — „Gegen mich bist du gerade recht,crwiedcrtc sie; nur einmal das beste Wesen kann dein wildesverdienen. Blos gegen andere sei anders!" — „Ich vergesse,sagte Thcoda, blos immer alles, was ich sagen will, oder lei-der gesagt habe; nur ein Ding, wie ich, konnte cs gestern zusagen vergessen, daß ich mich am innigsten nach der erleuch-teten Höhle in Maulbronn, wie nach dem Sternenhimmel mei-ner Kindheit sehne, meiner guten Mutter halber." Ihr warnämlich ein unauslöschliches Bild von der Stunde geblieben,wo ihre Mutter sie als Kind in einer großen mit Lampenerhellten Zauberhöhle des Orts — ähnlich der Höhle im BadeLicbcnstein — umhergctragen hatte.
Beide waren nun Ein ruhiges Herz. Bona hieß siezum Vater eilen — wiederholte ihren Rath der Vorsicht mitaller ihr möglichen Ruhe (ist sie fort, dachte sie, so kann ichgerührt scyn, wie ich will), vergaß sich aber selber, alsThcoda weinend mit gesenktem Kopse langsam von ihr ging,daß sic nachries: „mein Herz, ich kann nur nicht aufstchen,