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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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nicht alles; erstlich hegte er einen wahren Abscheu vor allenGevatterschaften überhaupt, nicht blos der Ausgaben halber was für ihn das Wenigste war, weil er das Wenigstegab sondern wegen der gelbsüchtigen Willkür, welche ja inEinem Tage zwanzig Mann stark von Kreisenden alles Stan-des ihn anpacken und adcrlassend anzapscn konnte am Tauf-becken. Zweitens könnt' er den einfältigen Aberglauben desUmgeldcrs Mchlhorn nicht ertragen, geschweige bestärken, wel-cher zu Thcoda, da unter dem Abendmahl-Genuß gerade beiihr der Kelch frisch cingcfüllt wurde*), mchrmal listig-gutgesagt hatte:so wollen wir doch sehen, gclicbt's Gott, meineZlnckomolseils, ob die Sache nicht eintrifft, und Sie nochdieses Jahr zu Gevatter stehen; ich sage aber nicht beiwem." Und drittens wollte Katzcnbcrgcr seine Tochter,deren Liebe er fast niemand gönnte als sich, im Wagen denTagopfcrn und Nachtwachen am künftigen Kindbette entfüh-ren, von welchem die Freundin selber sie sonst, wie er wußte,nicht abbringen konnte.Bin ich und sie aber abgcflogcn,dacht' er, so ist's doch etwas, und die Frau mag kreisen."

3. S u m m u l a.

Ein Reisegefährte.

Wider alle Erwartung meldete sich am Vorabend derAbreise ein Fremder zur Mitbclchnschaft des Wagens.

') Nach dem Aberglauben wird der zu Gevatter gebeten, beiwelchem der Priester den Kelch von neuem nachfüllt.